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Mittwoch, 23. April 2014, 09:41

Bezug von Illig-Wert auf Bauteilanforderungen

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich mit folgendem Problem. Ich möchte Illig-Werte aus dem Montagebereich mit den Sauberkeitsanforderungen an ein Bauteil vergleichen.

Hierzu habe ich auf der einen Seite die Illig-Werte für die verschiedenen Stationen in der Montagelinie. Auf der anderen Seite habe ich die zulässige Anzahl an Partikeln für die verschiedenen Partikelgrößenklassen. Kann ich damit zusammen mit der Fläche des Bauteils und der Durchlaufzeit des Bauteils durch die Montagelinie einen Wert berechnen, analog zur Berechnungsweise des Illig-Werts?
Ich würde diese beiden Werte gerne in einen Bezug zu einander setzen, sehe dabei aber einige Probleme:
Mir ist bewusst, dass sich der Illig-Wert auf den Sauberkeitszustand eines Ortes bezieht und eigentlich nicht auf ein Bauteil. Außerdem gibt dieser Wert den Partikeleintrag wieder. Um den gesamten Partikeleintrag auf das Bauteil während der Montage zu erhalten müsste man dann ja eigentlich alle Illig-Werte der einzelnen Stationen aufaddieren, oder? Und dann wäre da noch die Tatsache, dass Partikel während der Montage auch wieder vom Bauteil abfallen können und somit die Partikelbelastung gesamt geringer wäre als der Partikeleintrag.

Wie seht ihr das? Ich würde mich über eure Gedanken/Kommentare/Meinungen freuen! Ich hoffe ich habe meine Gedanken nicht zu konfus formuliert.

Viele Grüße!

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Montag, 12. Mai 2014, 14:19

Hallo Juku 13,


wir setzen bei uns in der Praxis die größte Länge des
größten zulässigen Partikels eines Bauteiles als zulässiger Illig-Wert an.


Dieser zulässige Illigwert darf in den einzelnen
Montageprozessen an keiner Montagestelle überschritten werden. Es wird
sicherlich schwierig und verfälschend ,die Durchlaufzeit in der Montagelinie in
Bezug zu nehmen. Wichtiger ist aus unserer Sicht die ermittelten,
überschreitenden Einzelquellen zu analysieren und die Partikelverursacher zu
eliminieren.


Gruß